Montag, 2. November 2015

vegane Traubentarte mit glutenfreiem Mürbeteig und fruchtiger Birnencrème


Normalerweise treibt der Herbst ja das Laub in die Lüfte, aber bei mir hat er heute die Trauben tanzen lassen :D Nachdem ich einen knusprigen glutenfreien Boden aus aromatischen Haferflocken und Haselnüssen gebacken und die hauchzarte Decke aus Kaiser-Alexander-Birnen darüber gelegt hatte, purzelten die Kerlchen freudig auf die Tarte! Aber ganz ehrlich, diesem Bett hätte ich auch nicht widerstehen können. Der Teig der Tarte schmeckt wunderbar intensiv und präsentiert sich in einem herbstlichwarmen Goldton. Er stellt das rustikale Gegenstück zur feingesponnenen hellen Creme dar. 

Montag, 26. Oktober 2015

Selbstgemachter Feigensenf


Im Herbst erwacht in mir immer mein Sammelinstinkt! Jedes Mal wenn ich einkaufen gehe, würde ich am liebsten gleich alles mitnehmen, was mein Herz nur ansatzweise erwärmt! Egal ob es Dekoartikel, Kleider oder Lebensmittel sind... Der Herbst macht mich regelrecht gierig! So ging es mir auch diese Woche als ich mir auf dem Markt ein gutes Kilo Feigen geben liess. Die Marktfrau fragte mich noch, ob das nicht etwas viel sei, sie wäre nächste Woche wieder da. Doch ich war mir meiner Sache sicher, die Feigen hatten diese wunderschön  leuchtend violette Farbe; ich musste sie einfach mitnehmen. Für meine Herbsttarte benötigte ich jedoch nur drei Feigen und so stand ich schliesslich mit gut einem Dutzend Feigen, die unbedingt verwendet werden mussten.

Montag, 19. Oktober 2015

Quisir - Kisir aus Quinoa mit Datteln - glutenfrei und vegan


Kisir hat in unserer Familie Tradition. Doch diese Küchenkreation habe für einmal „leider“ nicht ich – sondern meine grosse Schwester Anabel – in die Familie gebracht. Wenn Anabel zu einer Party eingeladen wird oder eine Party schmeisst, dann riecht die Küche ganz schnell nach Paprika, gebratenen Zwiebeln, Granatapfelsirup, frischer Minze und Petersilie. Anabel ist in ihrem ganzen Freundeskreis und bei der ganzen Familie berühmt für ihren erfrischenden und herrlich duftenden Kisir. Den Kisir bereitet sie immer in einer grossen Schüssel zu, die sie jedes Mal von neuem stolz in die Mitte des Tisches stellt, bevor sie sich dann genüsslich nach hinten lehnt und dabei zuschaut, wie sich alle voller Freude über ihren Kisir hermachen. Zurecht, denn diese türkische Köstlichkeit ist wirklich ein Feuerwerk der Geschmäcker. 

Samstag, 17. Oktober 2015

Mit Ahornsirup gebrannte Nüsse in drei Variationen (Zimt, Vanille, Salz)


Gebrannte Nüsse sind bestimmt für die meisten von Euch ein Relikt Eurer Kindheit. Bei uns gab es zu jedem Jahrmarktbesuch eine kleine Tüte voll gebrannter Mandeln. Meine Schwestern stürzten sich förmlich auf dieses Säckchen, so dass es nicht länger als fünf Minuten in ihren Händen überlebte. Bei mir war es ganz anders, ein zwei Stück habe ich gegessen und dann reichte es mir auch schon wieder für ein Jahr. Bis letzten November die Wende kam, als ich mit meinem besten Freund Beja den Christkindl Markt in München besuchte. 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Herbsttarte mit glutenfreiem Polenta-Hirse-Boden, Blumenkohlcrème, gebackenem Grünkohl-Zwiebel-Belag und frischen Feigen


Ich bin eigentlich gar nicht so der Herbsttyp… Ich mag es nicht, dass die Tage immer kürzer und kälter werden, dass man sich wieder dick einkleiden muss um nicht zu frieren, dass man am Abend nicht mehr einfach draussen sitzen und die Sterne beobachten kann, dass das Leben wieder hauptsächlich drinnen stattfindet und am meisten fehlt mir die Sonne, die mir immer so viel Energie schenkt. Doch einige gute Seiten hat der Herbst auf jeden Fall – zum Beispiel das ganze tolle Herbstgemüse und die bunten Herbstfrüchte, die wieder zurück sind! Es ist wieder Zeit für Kürbis, Grünkohl, Äpfel, Rote Beete, Trauben, Lauch, Feigen, Topinambur, Birnen, usw. So bunt wie der Herbst ist, noch bunter sind die Farben auf dem Wochenmarkt. Und genau da habe ich mich für das heutige Gericht inspirieren lassen. 

Dienstag, 13. Oktober 2015

Schnelles Kürbischutney mit Granatapfel- und Ahornsirup


Die asiatische Küche punktet bei mir in vielerlei Hinsichten! Ich liebe die Schärfe, die ihre Gerichte beinhalten, die vielen verschiedenen Gewürze, das knackig frische Gemüse, dass in eigentlich jedem Gericht zu finden ist und natürlich die Leichtigkeit die ich immer fühle, nach dem ich etwas asiatisches gegessen habe. Doch da gibt es noch etwas, wofür ich die asiatische Küche wirklich schätze – die Kombination der verschiedensten Geschmacksrichtungen. Schauen wir uns zum Beispiel mal die typisch thailändische Kokossuppe „Tom Kha“ an: Sie ist zugleich, salzig, scharf und sauer. Oder die erfrischenden vietnamesischen Sommerrollen: Sie werden  mit knackigem Gemüse und frischen Kräutern gefüllt und anschliessend in einen sauer-scharfen Dip mit süsslichem Abgang getunkt. 

Sonntag, 11. Oktober 2015

Knusprige Broccoliwings mit würzigem Tahina-Tomaten-Dip


Broccoli hat ja wahrlich nicht den besten Ruf in unserer Esskultur. In den meisten Gerichten hat Broccoli nur eine kleine öde Nebenrolle und wird völlig verkocht und ungesalzen serviert. Dabei kann Broccoli viel mehr und wenn man ihn richtig zubereitet, merkt man erst, was für ein Schatz sich in ihm verbirgt. Broccoli ist so wandelbar, kann exotisch oder gut bürgerlich sein, ist cremig oder knackig, würzig oder lieblich fein, kann knusprig oder samtig sein. Er hat ein vollmundig nussiges Aroma und ist auch schon roh unglaublich würzig. 

Samstag, 10. Oktober 2015

Softe Kürbiscookies mit feinem Zimtaroma an süsser Bananen-Nuss-Salsa - vegan, glutenfrei und vollwertig



Als süsses Ferienmitbringsel gibt es heute ein verführerisch duftendes Dessert, das sowohl warm als auch kalt wunderbar genossen werden kann. Es ist ein Seelenkitzler für die immer kürzer werdenden Tage und mit seinen Orange- und Brauntönen passt es zu den herbstlich fallenden Laubblättern. Die samtig weichen Cookies sehen nicht nur toll aus und schmecken lecker, sie sind auch äusserst bekömmlich und gesund. Sie kommen wenn man möchte, dank der natürlichen Süsse des Kürbisses, ganz ohne Zucker aus. Ausserdem sind sie glutenfrei, vollwertig und wie immer nur aus natürlichen Zutaten hergestellt. Die feine Bananen-Nuss-Salsa schmiegt sich an die warmen Cookies, wie eine wärmende Mütze um ein frierendes Haupt und macht die Küchlein zu einem exquisiten Herbstdessert.

Sonntag, 26. Juli 2015

Zarter Nektarinen-Brombeer-Cheesecake (raw, vegan und glutenfrei)


Es ist mal wieder Zeit für eine Rawtorte (ja, ich weiss, das letzte Mal ist noch nicht lange her ;))! Und was eignet sich für eine solche besser als der Geburtstag meiner geliebten Schwester Artemis? Sie wird heute 22 und als eines meiner vielen Geschenke habe ich ihr diese leckere Torte zubereitet ;). Artemis war eigentlich die erste der Familie, die auf den Vollwertzug aufsprang und lange versuchte sie mich zu überzeugen, mit Vollwertgerichten zu experimentieren. 

Freitag, 24. Juli 2015

Veganes Stracciatella-Eis und Chocolate-Mint-Eis



Stracciatellaeis hatte einen fast so grossen Stellenwert in meiner Kindheit wie meine geliebten Stofftiere ;). Noch heute erinnert es mich an unbekümmerte Stunden im Garten; wir Kinder badeten in einem kleinen Plastikwasserbad, das meine Mutter aufgestellt hatte und spielten ausgelassen auf der Wiese. Nachdem wir von diesem Spass ganz erschöpft waren, brachte uns meine Mutter immer Stracciatellaeis, das wir, von oben bis unten verdreckt, aber mit einem Strahlen im Gesicht, freudig entgegennahmen. Noch heute steht es für mich irgendwie für gute Laune, deshalb ist es schade, dass ich aufgrund meiner Entscheidung, vegan zu leben, so lange darauf verzichten musste.

Freitag, 17. Juli 2015

Rohkost Johannisbeer-Schokomousse-Torte


Johannisbeeren fristen tragischerweise eher ein Randdasein in der Beerenfamilie. Sie sind fast schon die Aussenseiter - denn viele Leute finden sie ganz einfach zu sauer. Ich finde es hingegen unglaublich schade, dass ihr zarter Geschmack so verkannt wird! Sie haben nämlich viel mehr zu bieten als nur Säure.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Glutenfreie und vegane Pizza mit Süsskartoffelboden, fruchtigem Gemüsebelag und einer zarten Guacamole-Sauce


Das Anbraten von geraffelten Kartoffeln wird uns Schweizern gewissermassen schon in die Wiege gelegt. Es gibt sogar ein eigenes Schulfach, in dem den Kindern beigebracht wird, wie man die Rösti wendet ohne, dass sie zerbricht. Ok, leider nein, aber das wäre doch echt eine Überlegung wert :D! Es wundert Euch also bestimmt nicht, dass sich meine schweizerische Seele heute wieder einmal nach einem kross gebratenen Stück Kartoffelraspel sehnte. Doch als ich die Erdäpfel hervorgenommen hatte, meldete sich plötzlich mein Küchenkänguruh zu Wort. 

Sonntag, 12. Juli 2015

Melon-Lemon-Cheesecake (raw, glutenfrei und vegan)


Ihr Melonen kommet, so kommet doch all! Ob Galia-, Charentais-, Honig- oder Wassermelone, die Natur weiss schon, warum sie uns diese Geschenke jeden Sommer bringt ;D Ich kann mir an einem heissen Nachmittag nämlich keine bessere süsse Erfrischung vorstellen. Was nicht heisst, das man sie nicht noch gekonnt in Szene setzen darf ;)

Dienstag, 7. Juli 2015

Knackige Süsskartoffel-Spaghetti-Pfanne mit Sommergemüse, Kokos und karamallisierten Cashewnüssen


Weizenspaghetti? Vollkornspaghetti? Zucchinispaghetti? Neeein, Süsskartoffelspaghetti!! Ich verspreche, das wird Eure Nudelwelt revolutionieren :D Die milde Süsse dieser Spaghetti wickelt einem einfach um den Finger. 

Donnerstag, 2. Juli 2015

Low Carb Kichererbsenckracker mit Auberginenkaviar (vegan und glutenfrei)


Kennt Ihr das Land, wo die Zitronen blühn, im dunklen Laub die Goldorangen glühn..? Meine Schwester Anabel hat gerade ihren Urlaub dort verbracht und konnte natürlich nicht umhin mir ein Souvenir zu besorgen  :D Als sie mit diesen wunderschönen, stolzen und prächtigen Zitronen von der Amalfiküste (limone costa d’amalfi) in unserem Garten stand, sind mir fast die Augen ausgefallen! Wie die mich angelächelt haben! 

Montag, 29. Juni 2015

Berrychoc: Schokoladenmousse in Schokoschalen mit frischen Beeren


Mousse ist eines der beflügelndsten Gerichte, die es gibt. So luftig und leicht, dass man beim Verspeisen selber dem Himmel ein Stückchen näher kommt. Sozusagen das Red Bull unter den Süssspeisen :P Doch wie sehr ich Mousse in allen möglichen Geschmacksrichtungen vergöttere, so sehr bereitet mir das Anrichten auch immer wieder Kopfzerbrechen. Denn einfach einen Löffel voll in eine Schale zu klatschen macht schon nicht wahnsinnig viel her. 

Freitag, 26. Juni 2015

Linsenfalafel mit Tahinasauce und Sommersalat


Sogenannte Falafel kriegt man ja mittlerweile in jeder Dönerbude :D Aber die sind natürlich nicht mit den echten, handgemachten und mit Liebe verfeinerten Kichererbsenbällchen zu vergleichen! Doch auch bei den echten ist Falafel nicht gleich Falafel: Es gibt so viele verschiedene Variationen und Rezepte. Heute möchte ich also meine Interpretation mit Euch teilen ;)

Dienstag, 23. Juni 2015

gebackene Zucchinischiffchen mit sommerlicher Quinoafüllung


Was ich am Backen liebe, ist, dass sich immer ein so köstlicher Duft in der Wohnung verbreitet, ohne dass in der Küche eigentlich etwas gemacht wird. Wenn man alles vorbereitet und das Blech verabschiedet hat, kann man sich nämlich einfach aufs Sofa kuscheln und nur mit der Nase verfolgen, wie das Gericht langsam gar und immer leckerer wird… Das gilt für Herzhaftes genauso wie für Süsses; Beweisstück A liegt mit dem heutigen Rezept vor ;D

Sonntag, 21. Juni 2015

Blumenkohl Nuggets mit Kokospanade und spritziger Wassermelonensalsa

Wir kennen ihn doch alle; unseren inneren Schweinehund. Ob er uns morgens ans Kissen fesselt, den Nachschlag beim Mittagessen auf den Teller pflanzt oder am Abend eine Verabredung absagt, damit dem Kuscheln auf dem Sofa nichts mehr im Wege steht ;) Ich hab jedoch festgestellt, dass ich noch ein zweites Haustier in meinem Kopf beherberge. Mein Küchenkänguruh! Es hüpft solange in meinen Hemisphären umher, bis ich meine ursprüngliche Rezeptidee auf Glatteis lege und ihm völlig hörig bin :D Zum Beispiel heute morgen. Ich wusste ganz genau, was es geben sollte. Hatte mich schon gestern Abend entschieden. Da komme ich also nichtsahnend in die Küche und plötzlich greifen meine Hände einfach (entgegen meiner ganzen Planung!) zum Blumenkohl, holen die Kokosraspeln aus dem Schrank und heizen den Backofen vor. Ich wusste, echt nicht, wie mir geschah. Und auf einmal hatte ich auch vergessen, was mein ursprüngliches Vorhaben gewesen war. Wie in Trance panierte ich den geschnittenen Blumenkohl, hackte Wassermelonen und Koriander winzig klein und schmiss mit Chili und Thymian um mich. Erst als das fertige Gericht auf dem Tisch stand, hörte ich ein erfreutes Jauchzen in meinem Kopf und dann war ich endlich wieder Herrin meiner Sinne ;) Da wollte ich natürlich sofort das Ergebnis probieren. Und ich muss zugeben, mein Känguruh hat echt einen hervorragenden Geschmack. Ofenblumenkohl ist ja ohnehin eines meiner Leibgerichte, aber mit dieser köstlichen Panade aus Kichererbsen und Kokosraspeln und der fruchtigen und erfrischenden Wassermenlonensalsa dazu wurde der Marktwert noch um einiges gesteigert :D Diese Kombination passt einfach wie die Faust aufs Auge! Und der Thymian in der Salsa stellt das ganz besondere Highlight dar! Ich hoffe, Ihr mögt meine Kumpanin, denn ich glaube, sie wird hier noch für das ein oder andere Überraschungsgericht sorgen (und das hat sie bisher vermutlich auch schon des Öfteren getan :D). Also viel Spass beim Kennenlernen :P


Rezept ergibt vier Snackportionen

Für die Blumenkohl Nuggets
1 Blumenkohl (ca. 650 g)
50 g Kichererbsenmehl
100 ml Wasser (ev. etwas mehr)
100 g Kokosraspeln
Salz und Chiliflocken

Für die Wassermelonensalsa
¼ kleine Wassermelone
1 lange Chilischote
Saft einer halben Zitrone
1 Handvoll frischer Koriander
1 Thymianzweig
Salz


Als Erstes den Ofen auf 200° vorheizen.

Den Blumenkohl waschen, die Blätter entfernen und den Strunkansatz abschneiden. Jetzt den Blumenkohl in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und dann in kleinere Röschen teilen.

In einem tiefen Teller das Kichererbsenmehl mit dem Wasser vermengen und kräftig mit Salz und Chiliflocken würzen. Die Kokosflocken auf einen zweiten Teller geben.

Nun die Blumenkohlscheibchen zuerst in der Kichererbsenmehl-Wasser-Mischung und danach in den Kokosflocken wenden. Den panierten Blumenkohl auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen 30 – 40 Minuten goldbraun backen. Die Blumenkohl Nuggets zwischendurch wenden.

Inzwischen die Wassermelone schälen und richtig fein hacken. Die gehackte Wassermelone samt dem Saft, der ausgetreten ist in eine kleine Schüssel füllen.

Die Chilischote und den Koriander waschen und beides ebenfalls sehr fein hacken. Den Thymianzweig waschen und die Blätter vom Zweig zupfen. Die Chilischote, den Koriander und die Thymianblätter zur Wassermelone geben. Die Salsa nur noch mit dem Zitronensaft und Salz würzen.

Die Blumenkohl Nuggets auf einem grossen Teller anrichten und mit der erfrischenden Wassermelonensalsa geniessen.

Anmerkungen: Das Kichererbsenmehl saugt sehr schnell das Wasser auf und wird dicker. Falls die Kichererbsenmehl-Wasser-Mischung zu dickflüssig wird, einfach etwas mehr Wasser zufügen.
Habt Ihr auch so ein Känguruh, das immer wieder Eure Pläne über den Kopf wirft? :)
Alles Liebe Ida 

Freitag, 19. Juni 2015

Rohköstliches smoothie Eis mit Himbeeren, Pfirsichen und Kokosmilch

Was gibt es schöneres als ein Eis an einem heissen Sommertag? Ein Eis an einem heissen Sommertag mit den Liebsten! Ein Eis erfrischt, kühlt und beflügelt den Gaumen… Ich habe mich wieder einmal für ein Eis am Stiel entschieden. Denn das geht nicht nur super einfach und schnell sondern ein Eis am Stiel ist überaus praktisch. Man braucht keinen Löffel, man braucht keinen Teller und es gibt kein Streit. Denn alle haben ihre Portion „Glückseligkeit“ und sind zufrieden. Mein Eis kommt heute besonders gesund, erfrischend und fruchtig daher. Es gibt ein Smoothie-Eis mit lieblichen Himbeeren, kräftigen Pfirsichen und cremiger Kokosmilch. Ein Genuss, der sich definitiv niemand entgehen lassen darf! :) La dolce vita kann beginnen... Lasst uns alle mal dolce far niente geniessen ;)


Rezept für sechs Eis am Stiel oder 4 und ca. 15 Eispralinen
Für das Himbeereis
200 g Himbeeren
2 EL Ahornsirup (Agavennektar für raw)

Für das Pfirsicheis
2 Pfirsiche
200 g Kokosmilch (roh oder nicht)
4 EL Ahornsirup (Agavennaktar für raw)


Als Erstes die gewaschenen Himbeeren mit dem Agavendicksaft zu einem glatten Püree mixen. Das Himbeerpüree in eine kleine Schüssel füllen.

Die Pfirsiche waschen, halbieren und entkernen. Die Pfirsichhälften gemeinsam mit der Kokosmilch und dem Agavendicksaft ebenfalls mixen, bis keine Stücke mehr vorhanden sind.

Nun etwas des Himbeerpürees in ein Eisförmchen giessen, danach mit etwas Pfirsich-Kokos-Püree auffüllen, wieder Himbeerpüree und zuletzt Kokos-Pfirsich-Püree. Mit einem Essstäbchen im Eisförmchen herumfahren, damit ein sogenannter „Swirl“ entsteht. Mit der restlichen Eismasse ebenfalls so fortfahren.
Wer möchte kann auch kleines Eiskonfekt machen. Dann einfach die beiden Pürees in Eiswürfelformen füllen.
Das Eis im Gefrierfach komplett gefrieren lassen, bevor es genossen wird.

Viel Spass beim Eisschlecken!
Alles Liebe Ida

Dienstag, 16. Juni 2015

Kohlrabi- und Gurkenspaghetti mit Pfirsich-Ratatouille-Salsa

Ein Sommer ohne Ratatouille ist wie ein Winter ohne Schnee… Der herrliche Duft von einem frisch gekochten Ratatouille versetzt mich immer wieder zurück in meine Kindheit. Mein Herz schlug immer höher, wenn ich von der Schule nach Hause kam und das ganze Haus nach Sommergemüse roch. Denn dann wusste ich, es gab Ratatouille mit kross gebackenen Nudeln. Wir Kinder stürzten uns förmlich über den riesen Topf Ratatouille und obwohl das Ratatouille am nächsten Tag noch besser schmeckte, kamen wir nur sehr selten zu diesem Genuss. Denn meine Mutter ist definitiv die beste Ratatouilleköchin der Welt und so ist es kein Wunder, dass es noch schneller wegging, als frisch gebackene Brötchen. Im Gegensatz zu meiner Mutter, bin ich experimentierfreudig und muss jedem Rezept meine eigene Note geben, denn sonst fehlen mir die Herausforderung und das gewisse Extra. Speziell daran ist nicht nur die getrocknete Minze, sondern besonders die süssen Pfirsiche, die dem Ratatouille einen exquisiten und feinen Geschmack verleihen. Das Ratatouille wird durch die Zugabe dieser beiden Komponenten noch frischer, zarter und wird zu einem unwiderstehlichen Sommergericht. Weil Sommer für mich auch Leichtigkeit bedeutet, habe ich die schweren Nudeln durch frische knackige Gemüsespaghetti ersetzt. So können wir alle beherzt zugreifen, den Sommer geniessen und uns dabei leicht und beschwingt fühlen! :)


Rezept ergibt vier Portionen
 
Für die Ratatouille-Salsa
2 Paprikas (rot und gelb)
1 Zucchini (ca. 250 g)
1 Aubergine (ca. 350 g)
1 Zwiebel
1 TL Olivenöl
2 TL getrocknete Minze
2 TL getrockneter Oregano
1 Lorbeerblatt
2 Pfirsiche
Salz und Chiliflocken

Für die Spaghetti
1 Kohlrabi
1 kleine Gurke

Ausserdem:
Olivenöl für den Geschmack


Für das Ratatouille die Zwiebel schälen, halbieren und fein hacken. Die Aubergine und Zucchini waschen, den Stielansatz entfernen und beides in kleine Würfel schneiden. Die Paprikas waschen, halbieren, die Kerne entfernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.

Jetzt das Olivenöl in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Die gewürfelte Zwiebel und Aubergine ins heisse Öl geben und bei voller Hitze braten, bis die Aubergine fast weich ist. Danach die gewürfelte Paprika und Zucchini zugeben und mit braten. Das Gemüse mit der getrockneten Minze, dem Oregano, Lorbeerblatt, Salz und Chiliflocken würzen. Das Gemüse ca. 7 – 10 Minuten braten, bis es weich ist und eine glasige Farbe erhalten hat.

Die Pfirsiche halbieren, den Kern entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die gewürfelten Pfirsiche unter das Gemüse mischen und nur noch kurz heiss werden lassen. Danach die Ratatouille-Salsa vom Herd nehmen und wenn nötig nochmals mit Salz abschmecken.

 
Nun den Kohlrabi schälen und mit einem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten. Die Gurke waschen und ebenfalls Spaghetti daraus drehen.

 
Die Gemüsespaghetti unter das lauwarme Ratatouille mischen und dann in tiefen Tellern anrichten. Zuletzt noch etwas Olivenöl über die Spaghetti träufeln.
 
 
Von diesem Gericht dürfen es auch mal zwei, drei Portionen mehr sein... Findet Ihr nicht auch? ;)
 
 
Alles Liebe Ida

Sonntag, 14. Juni 2015

Gebratene Wassermelonensteaks auf fruchtigem Glasnudelsalat mit Erdnussdressing

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was ich in letzter Zeit für ein Verlangen nach Glasnudeln gehabt habe. Angefangen hat alles damit, dass ich im Fernsehen eine Frau gesehen habe, die genüsslich eine Schüssel voll Glasnudelsuppe verspeiste. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich richtig Hunger und ich sage Euch, wenn ich Hunger habe und jemanden essen sehe, fühle ich, wie die andere Person isst. Es ist so, als ob ich mitessen würde, aber dieses Essen nie in meinem Magen ankommt und mich daher nicht satt machen kann. So kann ich an einem hungrigen Abend fünf fremde Gerichte hintereinander Essen, spüre unendliche Geschmacksexplosionen im Mund und bin trotzdem nie satt. Diese Art von „imaginärem Essen“ hat zwei sehr gute Eigenschaften; 1. Ich nehme dabei überhaupt nicht zu ;), 2. Bei diesen imaginären Geschmacksexplosionen kommen mir immer die besten Rezeptideen! Da sass ich also vor dem Fernseher, fühlte mit der Frau, die die Glasnudelsuppe ass ;) und hatte den Geistesblitz, einen schmackhaften Glasnudelsalat zuzubereiten. Zur Jahreszeit passend, wollte ich ihn sehr farbenfroh gestalten. So fanden Heidelbeeren, Mangold, Radieschen, Karotten, Frühlingszwiebeln, Broccoli und eine sämige Erdnusssauce ihren Platz in diesem Gericht. Auch ein Highlight durfte nicht fehlen, dies waren zweifellos die gebratenen, gut gewürzten Wassermelonenschnitze, die der Mahlzeit das gewisse Etwas verliehen haben. Ihr seht also: Das perfekte Gericht für einen lauen Sommerabend!



Rezept ergibt 4 grosse Portionen

Für die grillierten Wassermelonen-Steaks
½ kleine Wassermelone
4 EL Sojasauce
1 EL Sesamöl
1 EL gehackte Frühlingszwiebeln
Chiliflocken
 
Für den Salat
100 g Glasnudeln
250 g Mangold
1 kleiner Broccoli (ca. 200 g)
3 Karotten (ca. 150 g)
1 Bund Radieschen
200 g Heidelbeeren
1 Frühlingszwiebel
1 – 2 Chilischoten
 
Für die Erdnusssauce
50 g Erdnüsse gesalzen und geröstet
1 Zitrone
6 EL Sojasauce
5 EL Wasser
1 EL Agavendicksaft


Die halbe Wassermelone in Scheiben schneiden, die Scheiben vierteln und dann die Schale entfernen. Die Wassermelonenschnitze in eine Schüssel geben und mit der Sojasauce, dem Sesamöl, den gehackten Frühlingszwiebeln und Chiliflocken übergiessen. Die Wassermelone von allen Seiten mit der Sauce marinieren. Die Wassermelone in der Marinade zugedeckt im Kühlschrank etwa eine Stunde ziehen lassen.
Für den Salat Wasser zum Kochen bringen und sobald es sprudelt, die Pfanne vom Herd nehmen und die Glasnudeln darin 3 – 5 Minuten ziehen lassen. Die fertigen Glasnudeln unter kaltem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen und zur Seite stellen.
Nun den Mangold, die Radieschen, den Broccoli, die Frühlingszwiebel und die Chilischoten waschen. Das gewaschene Gemüse in feine Streifen, Scheiben, Ringe und Röschen schneiden. Das geschnittene Gemüse in eine grosse Salatschüssel füllen. Jetzt die Karotten Schälen, in dünne Streifen schneiden und zum Gemüse geben. Die Heidelbeeren waschen und ebenfalls in die Salatschüssel machen.

 
Die Glasnudeln etwas schneiden, damit die einzelnen Nudeln ca. 10 – 15 cm lang sind und dann unter das Gemüse mischen.
 
Für die Erdnusssauce die Erdnüsse gemeinsam mit dem Saft einer Zitrone, der Sojacsauce, dem Wasser und Agavendicksaft zu einer crèmigen Sauce pürieren.
Zuletzt die Wassermelonensteaks aus der Marinade nehmen (die Marinade nicht wegschütten) und in einer beschichteten Bratpfanne bei mittlerer Hitze (ohne zusätzliches Fett) braten, bis sie auf beiden Seiten Farbe angenommen hat.

 
Jetzt die Sauce unter den Glasnudelsalat mischen und den Salat auf grossen Tellern mit den Wassermelonensteaks anrichten. Die Marinade zusätzlich servieren und je nach Geschmack über den Salat oder die Wassermelone träufeln.


Viel Spass beim Geniessen meine Lieben!


 
Alles Liebe Ida
 

Freitag, 12. Juni 2015

vegane Schokoladen-Himbeer-Tarte mit glutenfreiem Kokosboden

Patisserie war für mich früher untrennbar mit Konditoreien verbunden. Denn wo sonst sollte man sie auch bekommen können ;)? Mit der Ausbildung meiner Kochleidenschaft fasste ich aber irgendwann den Mut, mich selber an die hohe Kunst der Torten zu wagen. Und als ich mal einen Fuss in der Tür zur Welt der Sahnehäubchen und des Haselnusskrokants  drin hatte, fielen alle Hemmungen. Ich dachte mir die verschiedensten Cremes und Biskuitkompositionen aus, liess Matcha mit Brombeeren und Nekarinen mit Thymian Polka tanzen ;) Doch die wahre Qualität eines Patissiers zeigt sich manchmal nicht in der originellen Kombination von Zutaten sondern in der unvergleichlichen Konsistenz einer Creme oder der idealen Textur eines Biskuitteigs. Deshalb hab ich mich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, als meine Mutter mir heute mit dem Löffel in der Hand sagte, diese Kokos-Schokoladen-Creme sei einfach perfekt – besser als in jeder Konditorei :D Trotz meiner Freude darüber, die Technik zu beherrschen,  bin und bleibe ich aber doch ein kulinarischer Freigeist. Und deshalb bekam die (für meine Verhältnisse eher mässig originelle Creme) einen Boden untergeschoben, der ohne ein klitzekleines Bisschen Gluten zu enthalten den Mürbeteig alle Ehre macht. Aus gemahlenem Reis, Kokosmehl und Kokosöl ist ein knuspriger fliegender Teppich entstanden, der einem mit Kokos-Schoko-Cocktails und Himbeer-Schirmchen dazu eine Rundum-Sightseeing-Tour durch das Reich der Patisserie ermöglicht :P Winkt mir, wenn Ihr da oben seid!




Rezept ergibt eine Tarte (26 cm Ø)

Für den Boden
150 g Kokosmehl
200 g Reismehl
5 EL Agavendicksaft
4 EL Kokosöl (flüssig)
1 Prise Salz
 
Für die Schokoladencrème
200 g Zartbitterschokolade (vegan)
500 ml Kokosmilch
 
Ausserdem:
250 g frische Himbeeren
Kokosöl zum Einfetten der Form


Als Erstes den Ofen auf 180° vorheizen

In einer grossen Schüssel das Kokosmehl mit dem Reismehl, Agavendicksaft, Kokosöl und der Prise Salz vermengen und gut kneten.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand gut mit Kokosöl einfetten.

Den Kokos-Reis-Teig in die Form drücken und den Rand ca. 1,5 cm hoch drücken. Den Teig wirklich gut in die Form drücken, damit er nach dem Backen nicht auseinanderbricht. Den Boden einige Male mit einer Gabel einstechen. Jetzt den Tarteboden im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten goldbraun backen. Den fertig gebackenen Boden komplett auskühlen lassen, bevor er aus der Form gelöst wird.

Inzwischen die Schokolade in einer kleinen Schüssel über einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Kokosmilch unter die geschmolzene Schokolade mischen und alles gut verrühren.

Jetzt die Himbeeren waschen und die Hälfte der Himbeeren auf dem Tarteboden verteilen.
 

Nun die lauwarme Schokoladencrème über die Himbeeren giessen und gleichmässig auf der Tarte verteilen.

Die Tarte ca. eine Stunde im Gefrierfach oder 3 – 4 Stunden im Kühlschrank richtig kalt werden lassen. So dickt die Schokoladencrème an und die Tarte lässt sich gut schneiden.
 

Zuletzt noch mit den restlichen Himbeeren die Tarte dekorieren.
 

Die Tarte am besten richtig kühl an heissen Tagen servieren.


Ich wünsche Euch einen süssen Start ins Wochenende!
 
Alles Liebe Ida
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