Montag, 29. Juni 2015

Berrychoc: Schokoladenmousse in Schokoschalen mit frischen Beeren

Mousse ist eines der beflügelndsten Gerichte, die es gibt. So luftig und leicht, dass man beim Verspeisen selber dem Himmel ein Stückchen näher kommt. Sozusagen das Red Bull unter den Süssspeisen :P Doch wie sehr ich Mousse in allen möglichen Geschmacksrichtungen vergöttere, so sehr bereitet mir das Anrichten auch immer wieder Kopfzerbrechen. Denn einfach einen Löffel voll in eine Schale zu klatschen macht schon nicht wahnsinnig viel her. Und so langsam habe ich alle Varianten davon ausprobiert :D Da sass ich heute also mit meiner köstlichen Mousse au chocolat aus samtigweichen Avocados in der Küche und wusste nicht wohin damit (ausser in meinen eigenen Bauch :D). Aber plötzlich kam mir die glorreiche Idee, die Lösung nicht in der Mousse, sondern in der Schale zu suchen! Und was könnte besser zu einem verträumten, eisgekühlten Mousse au chocolat passen als ein zartbitteres Schälchen aus feinster knackiger Schokolade?! Noch ein paar frische Sommerbeeren obendrauf und fertig ist das ultimative Chochacolic-geprüfte Sonnenscheindessert: Geniesst das Abheben ;)

Rezept ergibt 5 Törtchen
Für die Schokoschalen
150 g Zartbitterschokolade (vegan)
5 Aluförmchen

Für das Schokomousse
100 g Zartbitterschokolade (vegan)
2 reife Avocados

Ausserdem:
Beeren nach Wahl

Die Schokolade für die Schokoschalen im Wasserbad in einer kleinen Schale schmelzen. Die geschmolzene Schokolade kurz etwas abkühlen lassen und dann ca. 4 Esslöffel der geschmolzenen Schokolade in ein Aluförmchen füllen. Das Aluförmchen hin und her drehen, damit die Schokolade im ganzen Aluförmchen verteilt wird. Nun das Aluförmchen schräg über die Schüssel halten, damit die überschüssige Schokolade abläuft. Die Schokoschalen auf dem Kopf gestellt auf ein Backpapier legen und im Kühlschrank mindestens eine halbe Stunde fest werden lassen. Mit der restlichen Schokolade gleich vorgehen. Die Aluförmchen einschneiden und so vorsichtig von der Schokolade trennen.

Für das Schokomousse die Schokolade ebenfalls im Wasserbad in einer kleinen Schüssel schmelzen.

Die Avocados halbieren, die Kerne entfernen und das Avocadofleisch im Mixer pürieren. Die pürierte Avocado unter die geschmolzene Schokolade mischen. Das Avocadomousse vollständig abkühlen lassen und ebenfalls kurz in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen die Beeren waschen und je nach dem schneiden. Nun das Schokomousse in die Schokoschalen füllen und die Törtchen mit den Beeren dekorieren.
Viel Spass beim Naschen meine Schokofreunde! :)
Alles Liebe Ida

Freitag, 26. Juni 2015

Linsenfalafel mit Tahinasauce und Sommersalat

Sogenannte Falafel kriegt man ja mittlerweile in jeder Dönerbude :D Aber die sind natürlich nicht mit den echten, handgemachten und mit Liebe verfeinerten Kichererbsenbällchen zu vergleichen! Doch auch bei den echten ist Falafel nicht gleich Falafel: Es gibt so viele verschiedene Variationen und Rezepte. Heute möchte ich also meine Interpretation mit Euch teilen ;) Sie basiert auf Linsen und Karotten statt auf Kichererbsen und das sorgt allein schon für ein besonders vollmundiges Geschmackserlebnis. Ausserdem wird die Textur daher superfeinkörnig und zart und meinem Empfinden nach zu urteilen sind die Bällchen deswegen auch krosser geworden (und das ganz ohne Fritteuse nur mit dem Ofen) :D Die orientalische Würze wird von Kreuzkümmel, Zimt und Koriander übernommen und durch Petersilie und Minze in der Tahinasauce ergänzt – ein klassisches Kräutersiegerteam! Verbunden mit dem knackigen bunten Salat und insbesondere den süssen Heidelbeeren entsteht so eine ideale Sommermahlzeit – die schon fast auf Euren Tischen steht ;)

 
 
 
Rezept ergibt 3 bis vier Portionen

Für die Falafelbällchen
200 g rote Linsen
3 Karotten (ca. 200 g)
1 Zwiebel
1 TL Olivenöl
1 ½ TL Kreuzkümmel (gemahlen)
½ TL Zimt
¼ TL Koriander (gemahlen)
1 TL Sumac
4 EL Kichererbsenmehl
Chiliflocken und Salz
4 – 5 EL Wasser

Für die Tahinasauce
4 ½ EL Tahin
10 EL Wasser
Saft von ½ Zitrone
20 g glatte Petersilie
1 Handvoll Minzblätter
Salz und Chiliflocken

Ausserdem für den Salat:
1 kleiner Kopfsalat, Tomaten, Paprika,
Heidelbeeren, Gurke, Karotten, Frühlingszwiebel,
oder je nach Geschmack

Die Linsen unter heissem Wasser kurz abspülen und dann in reichlich Wasser (ohne Salz) al dente kochen.

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Karotten ebenfalls schälen und mit einer Röstireibe grob reiben. In einer beschichteten Bratpfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig braten. Die Karotten sowie das Kreuzkümmel, den Zimt, Koriander und das Sumac zugeben und alles zusätzlich mit Salz und Chiliflocken abschmecken. Die Karotten unter stetem Rühren scharf anbraten (ca. 3 Minuten).

Die Pfanne vom Herd nehmen und die gekochten Linsen und das Kichererbsenmehl zugeben. Alles gut vermengen und je nach dem 4 bis 5 Esslöffel Wasser zugeben, damit die Falafelmasse gut zusammenhält. Nun mit leicht feuchten Händen aus der Falafelmasse 10 flache Falafel formen.

Ein mit Backpapier belegtes Blech leicht mit Olivenöl einfetten und die Falafel darauf platzieren. Die Falafel ebenfalls leicht mit Olivenöl einpinseln und im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Falafel wenden.

 
Währenddessen für die Tahinasauce das Tahin mit dem Wasser und dem Zitronensaft gut mischen. Die Kräuter waschen, sehr fein hacken und zur Tahinasauce geben. Die Sauce noch mit Salz und Chiliflocken abschmecken.

 
Nun das gewünschte Gemüse für das Salatbett rüsten und in eine grosse Schüssel füllen, damit sich beim Essen jeder seinen Salat selber zusammenstellen kann.

 
Die fertig gebackenen Falafel auf dem Salat anrichten und mit der Tahinasauce beträufeln.

 
Damit kann der Falafel von der Strassenecke sicher nicht mithalten. :P
 
Alles Liebe Ida 

Dienstag, 23. Juni 2015

gebackene Zucchinischiffchen mit sommerlicher Quinoafüllung

Was ich am Backen liebe, ist, dass sich immer ein so köstlicher Duft in der Wohnung verbreitet, ohne dass in der Küche eigentlich etwas gemacht wird. Wenn man alles vorbereitet und das Blech verabschiedet hat, kann man sich nämlich einfach aufs Sofa kuscheln und nur mit der Nase verfolgen, wie das Gericht langsam gar und immer leckerer wird… Das gilt für Herzhaftes genauso wie für Süsses; Beweisstück A liegt mit dem heutigen Rezept vor ;D Heute habe ich nämlich wieder mal das entzückende Quinoa zubereitet und es diesmal mit Stangensellerie, Karotten, eingelegte Chilis, getrockneten Kirschen und Pinienkernen verfeinert. Aber das allein hätte meiner Nase natürlich nicht gereicht. Deshalb mussten aromatische Zucchinihälften als Betten herhalten und die ganze Gesellschaft wurde in den wärmenden Ofen verfrachtet. Es dauerte keine fünf Minuten, bis meine Sinneszellen mir verrieten, dass da drin, etwas ganz Tolles vor sich ging ;) Das ist die problematische Seite beim Backen. Weil man nichts Richtiges zu tun hat, kann man es kaum abwarten, die Köstlichkeit aus dem Ofen zu holen. Manchmal werde ich deswegen richtig unruhig :D Aber ich sagte mir, dass das Vergnügen später umso grösser sein würde. Und das war es dann auch! Die Nussigkeit des Quinoas wurde durch das Backen und die zarten Pinienkerne intensiviert und war mit der milden Zucchini zu einer wahrhaftigen Aromaschatzkiste verschmolzen ;) Der Stangensellerie fiel als smaragdfarbenes Amulett natürlich ganz besonders auf und verhalf dem Gericht zu einer exklusiven geschmacklichen Eleganz und die liebliche Karotte rundete gemeinsam mit den süssen Kirschen das Ganze ab. Doch genug der Worte überzeugt Euch selbst! :)
 


Rezept ergibt vier kleine oder 2 grosse Portionen
 
2 Zucchini (ca. 500 g)
100 g Quinoa
½ Stangenselleriestaude
3 Karotten (ca. 200 g)
1 Frühlingszwiebel
1TL Olivenöl
1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
¼ - ½ TL Zimt
¼ TL Kurkuma
40 g getrocknete Kirschen (oder Rosinen)
20 g Pinienkerne
4 in Essig eingelegte Chilischoten (scharf)
2 EL Essig der eingelegten Chilischoten
100 ml Wasser
Salz

Ausserdem:
2 EL Olivenöl
50 ml Wasser


Das Quinoa unter heissem Wasser gut abspülen und in reichlich Salzwasser leicht bissfest garen.

Inzwischen den Stangensellerie waschen und ganz klein würfeln. Die Karotten schälen und ebenfalls klein würfeln- Die Frühlingszwiebel waschen und fein hacken.

Das Olivenöl im Wok oder einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen und das ganze geschnittene Gemüse darin scharf anbraten. Die Gewürze zugeben, alles salzen und ca. 3 Minuten braten, so dass das Gemüse immer noch leicht knackig ist. Die Pfanne vom Herd nehmen und das gekochte Quinoa untermischen.

Die Chilischoten klein hacken und gemeinsam mit dem Essig, den getrockneten Kirschen und dem Wasser unter die Quinoapfanne mischen. Das Ganze nochmals mit Salz abschmecken.

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Die beiden Zucchini waschen und der Länge nach halbieren. Mit einem Melonenausstecher oder einem kleinen Löffel die Zuccinihälften aushöhlen, sodass nur noch die Schale und wenig Fruchtfleisch übrig bleibt (das Innere der Zucchini kann gut für Smoothies oder in Mayos verwendet werden).

Die Zucchinihälften in eine grosse Auflaufform legen und mit der Quinoapfanne füllen. Die übrig gebliebene Füllung um die Zucchinischiffchen verteilen. Jetzt die Pinienkerne drüberstreuen und im vorgeheizten Ofen ca. 25 – 30 Minuten backen, bis die Zucchinihälften gar sind und alles Farbe angenommen hat. Nach ca. 15 Minuten die 50 ml Wasser in die Auflaufform giessen.
 

Die fertig gebackenen Zucchinischiffchen mit der gebackenen Quinoafüllung auf Tellern verteilen, mit Olivenöl besprenkeln und geniessen.


Viel Spass beim Backen! ;)
 
Alles Liebe Ida

 

Sonntag, 21. Juni 2015

Blumenkohl Nuggets mit Kokospanade und spritziger Wassermelonensalsa

Wir kennen ihn doch alle; unseren inneren Schweinehund. Ob er uns morgens ans Kissen fesselt, den Nachschlag beim Mittagessen auf den Teller pflanzt oder am Abend eine Verabredung absagt, damit dem Kuscheln auf dem Sofa nichts mehr im Wege steht ;) Ich hab jedoch festgestellt, dass ich noch ein zweites Haustier in meinem Kopf beherberge. Mein Küchenkänguruh! Es hüpft solange in meinen Hemisphären umher, bis ich meine ursprüngliche Rezeptidee auf Glatteis lege und ihm völlig hörig bin :D Zum Beispiel heute morgen. Ich wusste ganz genau, was es geben sollte. Hatte mich schon gestern Abend entschieden. Da komme ich also nichtsahnend in die Küche und plötzlich greifen meine Hände einfach (entgegen meiner ganzen Planung!) zum Blumenkohl, holen die Kokosraspeln aus dem Schrank und heizen den Backofen vor. Ich wusste, echt nicht, wie mir geschah. Und auf einmal hatte ich auch vergessen, was mein ursprüngliches Vorhaben gewesen war. Wie in Trance panierte ich den geschnittenen Blumenkohl, hackte Wassermelonen und Koriander winzig klein und schmiss mit Chili und Thymian um mich. Erst als das fertige Gericht auf dem Tisch stand, hörte ich ein erfreutes Jauchzen in meinem Kopf und dann war ich endlich wieder Herrin meiner Sinne ;) Da wollte ich natürlich sofort das Ergebnis probieren. Und ich muss zugeben, mein Känguruh hat echt einen hervorragenden Geschmack. Ofenblumenkohl ist ja ohnehin eines meiner Leibgerichte, aber mit dieser köstlichen Panade aus Kichererbsen und Kokosraspeln und der fruchtigen und erfrischenden Wassermenlonensalsa dazu wurde der Marktwert noch um einiges gesteigert :D Diese Kombination passt einfach wie die Faust aufs Auge! Und der Thymian in der Salsa stellt das ganz besondere Highlight dar! Ich hoffe, Ihr mögt meine Kumpanin, denn ich glaube, sie wird hier noch für das ein oder andere Überraschungsgericht sorgen (und das hat sie bisher vermutlich auch schon des Öfteren getan :D). Also viel Spass beim Kennenlernen :P


Rezept ergibt vier Snackportionen

Für die Blumenkohl Nuggets
1 Blumenkohl (ca. 650 g)
50 g Kichererbsenmehl
100 ml Wasser (ev. etwas mehr)
100 g Kokosraspeln
Salz und Chiliflocken

Für die Wassermelonensalsa
¼ kleine Wassermelone
1 lange Chilischote
Saft einer halben Zitrone
1 Handvoll frischer Koriander
1 Thymianzweig
Salz


Als Erstes den Ofen auf 200° vorheizen.

Den Blumenkohl waschen, die Blätter entfernen und den Strunkansatz abschneiden. Jetzt den Blumenkohl in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und dann in kleinere Röschen teilen.

In einem tiefen Teller das Kichererbsenmehl mit dem Wasser vermengen und kräftig mit Salz und Chiliflocken würzen. Die Kokosflocken auf einen zweiten Teller geben.

Nun die Blumenkohlscheibchen zuerst in der Kichererbsenmehl-Wasser-Mischung und danach in den Kokosflocken wenden. Den panierten Blumenkohl auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen 30 – 40 Minuten goldbraun backen. Die Blumenkohl Nuggets zwischendurch wenden.

Inzwischen die Wassermelone schälen und richtig fein hacken. Die gehackte Wassermelone samt dem Saft, der ausgetreten ist in eine kleine Schüssel füllen.

Die Chilischote und den Koriander waschen und beides ebenfalls sehr fein hacken. Den Thymianzweig waschen und die Blätter vom Zweig zupfen. Die Chilischote, den Koriander und die Thymianblätter zur Wassermelone geben. Die Salsa nur noch mit dem Zitronensaft und Salz würzen.

Die Blumenkohl Nuggets auf einem grossen Teller anrichten und mit der erfrischenden Wassermelonensalsa geniessen.

Anmerkungen: Das Kichererbsenmehl saugt sehr schnell das Wasser auf und wird dicker. Falls die Kichererbsenmehl-Wasser-Mischung zu dickflüssig wird, einfach etwas mehr Wasser zufügen.
Habt Ihr auch so ein Känguruh, das immer wieder Eure Pläne über den Kopf wirft? :)
Alles Liebe Ida 

Freitag, 19. Juni 2015

Rohköstliches smoothie Eis mit Himbeeren, Pfirsichen und Kokosmilch

Was gibt es schöneres als ein Eis an einem heissen Sommertag? Ein Eis an einem heissen Sommertag mit den Liebsten! Ein Eis erfrischt, kühlt und beflügelt den Gaumen… Ich habe mich wieder einmal für ein Eis am Stiel entschieden. Denn das geht nicht nur super einfach und schnell sondern ein Eis am Stiel ist überaus praktisch. Man braucht keinen Löffel, man braucht keinen Teller und es gibt kein Streit. Denn alle haben ihre Portion „Glückseligkeit“ und sind zufrieden. Mein Eis kommt heute besonders gesund, erfrischend und fruchtig daher. Es gibt ein Smoothie-Eis mit lieblichen Himbeeren, kräftigen Pfirsichen und cremiger Kokosmilch. Ein Genuss, der sich definitiv niemand entgehen lassen darf! :) La dolce vita kann beginnen... Lasst uns alle mal dolce far niente geniessen ;)


Rezept für sechs Eis am Stiel oder 4 und ca. 15 Eispralinen
Für das Himbeereis
200 g Himbeeren
2 EL Ahornsirup (Agavennektar für raw)

Für das Pfirsicheis
2 Pfirsiche
200 g Kokosmilch (roh oder nicht)
4 EL Ahornsirup (Agavennaktar für raw)


Als Erstes die gewaschenen Himbeeren mit dem Agavendicksaft zu einem glatten Püree mixen. Das Himbeerpüree in eine kleine Schüssel füllen.

Die Pfirsiche waschen, halbieren und entkernen. Die Pfirsichhälften gemeinsam mit der Kokosmilch und dem Agavendicksaft ebenfalls mixen, bis keine Stücke mehr vorhanden sind.

Nun etwas des Himbeerpürees in ein Eisförmchen giessen, danach mit etwas Pfirsich-Kokos-Püree auffüllen, wieder Himbeerpüree und zuletzt Kokos-Pfirsich-Püree. Mit einem Essstäbchen im Eisförmchen herumfahren, damit ein sogenannter „Swirl“ entsteht. Mit der restlichen Eismasse ebenfalls so fortfahren.
Wer möchte kann auch kleines Eiskonfekt machen. Dann einfach die beiden Pürees in Eiswürfelformen füllen.
Das Eis im Gefrierfach komplett gefrieren lassen, bevor es genossen wird.

Viel Spass beim Eisschlecken!
Alles Liebe Ida

Dienstag, 16. Juni 2015

Kohlrabi- und Gurkenspaghetti mit Pfirsich-Ratatouille-Salsa

Ein Sommer ohne Ratatouille ist wie ein Winter ohne Schnee… Der herrliche Duft von einem frisch gekochten Ratatouille versetzt mich immer wieder zurück in meine Kindheit. Mein Herz schlug immer höher, wenn ich von der Schule nach Hause kam und das ganze Haus nach Sommergemüse roch. Denn dann wusste ich, es gab Ratatouille mit kross gebackenen Nudeln. Wir Kinder stürzten uns förmlich über den riesen Topf Ratatouille und obwohl das Ratatouille am nächsten Tag noch besser schmeckte, kamen wir nur sehr selten zu diesem Genuss. Denn meine Mutter ist definitiv die beste Ratatouilleköchin der Welt und so ist es kein Wunder, dass es noch schneller wegging, als frisch gebackene Brötchen. Im Gegensatz zu meiner Mutter, bin ich experimentierfreudig und muss jedem Rezept meine eigene Note geben, denn sonst fehlen mir die Herausforderung und das gewisse Extra. Speziell daran ist nicht nur die getrocknete Minze, sondern besonders die süssen Pfirsiche, die dem Ratatouille einen exquisiten und feinen Geschmack verleihen. Das Ratatouille wird durch die Zugabe dieser beiden Komponenten noch frischer, zarter und wird zu einem unwiderstehlichen Sommergericht. Weil Sommer für mich auch Leichtigkeit bedeutet, habe ich die schweren Nudeln durch frische knackige Gemüsespaghetti ersetzt. So können wir alle beherzt zugreifen, den Sommer geniessen und uns dabei leicht und beschwingt fühlen! :)


Rezept ergibt vier Portionen
 
Für die Ratatouille-Salsa
2 Paprikas (rot und gelb)
1 Zucchini (ca. 250 g)
1 Aubergine (ca. 350 g)
1 Zwiebel
1 TL Olivenöl
2 TL getrocknete Minze
2 TL getrockneter Oregano
1 Lorbeerblatt
2 Pfirsiche
Salz und Chiliflocken

Für die Spaghetti
1 Kohlrabi
1 kleine Gurke

Ausserdem:
Olivenöl für den Geschmack


Für das Ratatouille die Zwiebel schälen, halbieren und fein hacken. Die Aubergine und Zucchini waschen, den Stielansatz entfernen und beides in kleine Würfel schneiden. Die Paprikas waschen, halbieren, die Kerne entfernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.

Jetzt das Olivenöl in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Die gewürfelte Zwiebel und Aubergine ins heisse Öl geben und bei voller Hitze braten, bis die Aubergine fast weich ist. Danach die gewürfelte Paprika und Zucchini zugeben und mit braten. Das Gemüse mit der getrockneten Minze, dem Oregano, Lorbeerblatt, Salz und Chiliflocken würzen. Das Gemüse ca. 7 – 10 Minuten braten, bis es weich ist und eine glasige Farbe erhalten hat.

Die Pfirsiche halbieren, den Kern entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die gewürfelten Pfirsiche unter das Gemüse mischen und nur noch kurz heiss werden lassen. Danach die Ratatouille-Salsa vom Herd nehmen und wenn nötig nochmals mit Salz abschmecken.

 
Nun den Kohlrabi schälen und mit einem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten. Die Gurke waschen und ebenfalls Spaghetti daraus drehen.

 
Die Gemüsespaghetti unter das lauwarme Ratatouille mischen und dann in tiefen Tellern anrichten. Zuletzt noch etwas Olivenöl über die Spaghetti träufeln.
 
 
Von diesem Gericht dürfen es auch mal zwei, drei Portionen mehr sein... Findet Ihr nicht auch? ;)
 
 
Alles Liebe Ida

Sonntag, 14. Juni 2015

Gebratene Wassermelonensteaks auf fruchtigem Glasnudelsalat mit Erdnussdressing

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was ich in letzter Zeit für ein Verlangen nach Glasnudeln gehabt habe. Angefangen hat alles damit, dass ich im Fernsehen eine Frau gesehen habe, die genüsslich eine Schüssel voll Glasnudelsuppe verspeiste. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich richtig Hunger und ich sage Euch, wenn ich Hunger habe und jemanden essen sehe, fühle ich, wie die andere Person isst. Es ist so, als ob ich mitessen würde, aber dieses Essen nie in meinem Magen ankommt und mich daher nicht satt machen kann. So kann ich an einem hungrigen Abend fünf fremde Gerichte hintereinander Essen, spüre unendliche Geschmacksexplosionen im Mund und bin trotzdem nie satt. Diese Art von „imaginärem Essen“ hat zwei sehr gute Eigenschaften; 1. Ich nehme dabei überhaupt nicht zu ;), 2. Bei diesen imaginären Geschmacksexplosionen kommen mir immer die besten Rezeptideen! Da sass ich also vor dem Fernseher, fühlte mit der Frau, die die Glasnudelsuppe ass ;) und hatte den Geistesblitz, einen schmackhaften Glasnudelsalat zuzubereiten. Zur Jahreszeit passend, wollte ich ihn sehr farbenfroh gestalten. So fanden Heidelbeeren, Mangold, Radieschen, Karotten, Frühlingszwiebeln, Broccoli und eine sämige Erdnusssauce ihren Platz in diesem Gericht. Auch ein Highlight durfte nicht fehlen, dies waren zweifellos die gebratenen, gut gewürzten Wassermelonenschnitze, die der Mahlzeit das gewisse Etwas verliehen haben. Ihr seht also: Das perfekte Gericht für einen lauen Sommerabend!



Rezept ergibt 4 grosse Portionen

Für die grillierten Wassermelonen-Steaks
½ kleine Wassermelone
4 EL Sojasauce
1 EL Sesamöl
1 EL gehackte Frühlingszwiebeln
Chiliflocken
 
Für den Salat
100 g Glasnudeln
250 g Mangold
1 kleiner Broccoli (ca. 200 g)
3 Karotten (ca. 150 g)
1 Bund Radieschen
200 g Heidelbeeren
1 Frühlingszwiebel
1 – 2 Chilischoten
 
Für die Erdnusssauce
50 g Erdnüsse gesalzen und geröstet
1 Zitrone
6 EL Sojasauce
5 EL Wasser
1 EL Agavendicksaft


Die halbe Wassermelone in Scheiben schneiden, die Scheiben vierteln und dann die Schale entfernen. Die Wassermelonenschnitze in eine Schüssel geben und mit der Sojasauce, dem Sesamöl, den gehackten Frühlingszwiebeln und Chiliflocken übergiessen. Die Wassermelone von allen Seiten mit der Sauce marinieren. Die Wassermelone in der Marinade zugedeckt im Kühlschrank etwa eine Stunde ziehen lassen.
Für den Salat Wasser zum Kochen bringen und sobald es sprudelt, die Pfanne vom Herd nehmen und die Glasnudeln darin 3 – 5 Minuten ziehen lassen. Die fertigen Glasnudeln unter kaltem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen und zur Seite stellen.
Nun den Mangold, die Radieschen, den Broccoli, die Frühlingszwiebel und die Chilischoten waschen. Das gewaschene Gemüse in feine Streifen, Scheiben, Ringe und Röschen schneiden. Das geschnittene Gemüse in eine grosse Salatschüssel füllen. Jetzt die Karotten Schälen, in dünne Streifen schneiden und zum Gemüse geben. Die Heidelbeeren waschen und ebenfalls in die Salatschüssel machen.

 
Die Glasnudeln etwas schneiden, damit die einzelnen Nudeln ca. 10 – 15 cm lang sind und dann unter das Gemüse mischen.
 
Für die Erdnusssauce die Erdnüsse gemeinsam mit dem Saft einer Zitrone, der Sojacsauce, dem Wasser und Agavendicksaft zu einer crèmigen Sauce pürieren.
Zuletzt die Wassermelonensteaks aus der Marinade nehmen (die Marinade nicht wegschütten) und in einer beschichteten Bratpfanne bei mittlerer Hitze (ohne zusätzliches Fett) braten, bis sie auf beiden Seiten Farbe angenommen hat.

 
Jetzt die Sauce unter den Glasnudelsalat mischen und den Salat auf grossen Tellern mit den Wassermelonensteaks anrichten. Die Marinade zusätzlich servieren und je nach Geschmack über den Salat oder die Wassermelone träufeln.


Viel Spass beim Geniessen meine Lieben!


 
Alles Liebe Ida
 

Freitag, 12. Juni 2015

vegane Schokoladen-Himbeer-Tarte mit glutenfreiem Kokosboden

Patisserie war für mich früher untrennbar mit Konditoreien verbunden. Denn wo sonst sollte man sie auch bekommen können ;)? Mit der Ausbildung meiner Kochleidenschaft fasste ich aber irgendwann den Mut, mich selber an die hohe Kunst der Torten zu wagen. Und als ich mal einen Fuss in der Tür zur Welt der Sahnehäubchen und des Haselnusskrokants  drin hatte, fielen alle Hemmungen. Ich dachte mir die verschiedensten Cremes und Biskuitkompositionen aus, liess Matcha mit Brombeeren und Nekarinen mit Thymian Polka tanzen ;) Doch die wahre Qualität eines Patissiers zeigt sich manchmal nicht in der originellen Kombination von Zutaten sondern in der unvergleichlichen Konsistenz einer Creme oder der idealen Textur eines Biskuitteigs. Deshalb hab ich mich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, als meine Mutter mir heute mit dem Löffel in der Hand sagte, diese Kokos-Schokoladen-Creme sei einfach perfekt – besser als in jeder Konditorei :D Trotz meiner Freude darüber, die Technik zu beherrschen,  bin und bleibe ich aber doch ein kulinarischer Freigeist. Und deshalb bekam die (für meine Verhältnisse eher mässig originelle Creme) einen Boden untergeschoben, der ohne ein klitzekleines Bisschen Gluten zu enthalten den Mürbeteig alle Ehre macht. Aus gemahlenem Reis, Kokosmehl und Kokosöl ist ein knuspriger fliegender Teppich entstanden, der einem mit Kokos-Schoko-Cocktails und Himbeer-Schirmchen dazu eine Rundum-Sightseeing-Tour durch das Reich der Patisserie ermöglicht :P Winkt mir, wenn Ihr da oben seid!




Rezept ergibt eine Tarte (26 cm Ø)

Für den Boden
150 g Kokosmehl
200 g Reismehl
5 EL Agavendicksaft
4 EL Kokosöl (flüssig)
1 Prise Salz
 
Für die Schokoladencrème
200 g Zartbitterschokolade (vegan)
500 ml Kokosmilch
 
Ausserdem:
250 g frische Himbeeren
Kokosöl zum Einfetten der Form


Als Erstes den Ofen auf 180° vorheizen

In einer grossen Schüssel das Kokosmehl mit dem Reismehl, Agavendicksaft, Kokosöl und der Prise Salz vermengen und gut kneten.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand gut mit Kokosöl einfetten.

Den Kokos-Reis-Teig in die Form drücken und den Rand ca. 1,5 cm hoch drücken. Den Teig wirklich gut in die Form drücken, damit er nach dem Backen nicht auseinanderbricht. Den Boden einige Male mit einer Gabel einstechen. Jetzt den Tarteboden im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten goldbraun backen. Den fertig gebackenen Boden komplett auskühlen lassen, bevor er aus der Form gelöst wird.

Inzwischen die Schokolade in einer kleinen Schüssel über einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Kokosmilch unter die geschmolzene Schokolade mischen und alles gut verrühren.

Jetzt die Himbeeren waschen und die Hälfte der Himbeeren auf dem Tarteboden verteilen.
 

Nun die lauwarme Schokoladencrème über die Himbeeren giessen und gleichmässig auf der Tarte verteilen.

Die Tarte ca. eine Stunde im Gefrierfach oder 3 – 4 Stunden im Kühlschrank richtig kalt werden lassen. So dickt die Schokoladencrème an und die Tarte lässt sich gut schneiden.
 

Zuletzt noch mit den restlichen Himbeeren die Tarte dekorieren.
 

Die Tarte am besten richtig kühl an heissen Tagen servieren.


Ich wünsche Euch einen süssen Start ins Wochenende!
 
Alles Liebe Ida

Donnerstag, 11. Juni 2015

Knusprige Avocadosticks mit gebackenem und karamellisiertem Blumenkohl und einer würzigen Auberginencrème

Avocados sind vieles - geschmeidig, sanft, cremig, vollmundig, auf der Zunge zergehend… Aber eines assoziiert man nun wirklich nicht mit der Tropenfrucht: Knusprigkeit. Eine solche kulinarische Kurzsichtigkeit kann ich natürlich nicht zulassen :P Deshalb habe ich heute die knackigste Seite der Avocado herausgekitzelt! Mit Polenta paniert und angebraten sorgt sie in diesem Gericht garantiert für eine Horizonterweiterung. Ihr hinreissender Partner ist dabei eine Fraktion überbackener und leicht karamellisierter Blumenkohlröschen. Kombiniert mit dem frischen Kopfsalat und passendem Sommergemüse ist dieses köstliche Duo auch absolut für die leichte Linie geeignet. Der Auberginen-Tomaten-Dip zu den gesunden „Fritters“ verleiht ihnen schliesslich die nötige Würze und Kräftigkeit. So können wir mit der versammelten Pflanzenpower den Tag in vollen Zügen auskosten ;)


Rezept ergibt vier Portionen

Für die Avocadosticks
2 mittelreife Avocados
75 – 100 g mittelgrobe Polenta
75 g Kichererbsenmehl
120 ml Wasser (ev. mehr)
Salz und Chiliflocken
Olivenöl
 
Für den Blumenkohl
1 kleiner Blumenkohl (ca. 400 g)
1 TL Agavendicksaft
1 TL Olivenöl
Salz und Chiliflocken
 
Für die Auberginencrème
1 Aubergine (ca. 250 g)
1 Zwiebel
1 TL Olivenöl
200 g Cocktailtomaten
1 lange Chilischote
Salz
Zitronensaft und Chiliflocken (optional)

Ausserdem:
1 kleiner Salatkopf
Gurke, Paprika, Frühlingszwiebel.
Erdbeeren, Tomaten
(oder Gemüse nach Geschmack)


Als Erstes den Ofen auf 200° vorheizen.

Den Blumenkohl waschen und die Blätter, sowie den Strunk entfernen. Den Blumenkohl in Scheiben schneiden und die Scheiben in die einzelnen Röschen teilen.

Den geschnittenen Blumenkohl auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit dem Olivenöl, Agavendicksaft, Salz und Chiliflocken marinieren. Den gewürzten Blumenkohl im vorgeheizten Ofen 30 – 40 Minuten knusprig backen. Zwischendurch immer mal wieder wenden.

Für die Auberginencrème die Aubergine waschen, den Stielansatz entfernen und die Aubergine in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls fein hacken. Die gehackte Zwiebel in einem Teelöffel Olivenöl glasig braten. Jetzt die Auberginenwürfel zugeben und bei starker Hitze braten, bis die Aubergine fast weich ist. Dabei gut umrühren, damit nichts anbrennt. Erst jetzt das Gemüse mit Salz würzen und weiter braten.

Nun die Cocktailtomaten und Chilischote waschen, beides fein hacken und zu den Auberginen geben. Das Gemüse braten, bis die Auberginen wirklich weich sind. Nun alles etwas abkühlen lassen und dann im Mixer zu einer feinen Crème pürieren. Die Auberginencrème nochmals mit Salz und je nach Geschmack mit etwas Zitronensaft und Chiliflocken abschmecken. Die Auberginencrème in einer kleinen Schüssel anrichten.
 
 
Für die Avocadosticks die Avocados halbieren, die Kerne entfernen und die Avocadohälften vorsichtig schälen. Nun die Avocados in „Sticks“ schneiden.

In einem tiefen Teller das Kichererbsenmehl mit dem Wasser, Salz und Chiliflocken vermengen. Falls die Kichererbsenmischung zu dickflüssig ist, mehr Wasser zufügen. Das Kichererbsenmehl dickt schnell ein, daher benötigt es immer mal wieder, etwas Wasser.

Die Polenta ebenfalls in einen tiefen Teller geben.

Eine beschichtete Bratpfanne mit wenig Olivenöl heiss werden lassen.

Jetzt die Avocadosticks zuerst in der Kichererbsenmischung und dann in der Polenta wenden. Falls die Kichererbsenmischung nicht gut an der Avocado haftet, benötigt es etwas mehr Wasser.

Die panierten Sticks bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten goldbraun braten.

 
Die fertigen Avocadosticks mit dem gebackenen Blumenkohl auf einen grossen Teller geben.


Zuletzt den Salatkopf, das Gemüse und die Erdbeeren rüsten, auf einer Platte anrichten und mit den Avocadosticks, dem Gebackenen Blumenkohl und der Auberginencrème geniessen.
 
 
Viel Spass beim Snacken, Dippen, Füllen und Geniessen :)
 
Alles Liebe Ida
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