Mittwoch, 14. Oktober 2015

Herbsttarte mit glutenfreiem Polenta-Hirse-Boden, Blumenkohlcrème, gebackenem Grünkohl-Zwiebel-Belag und frischen Feigen


Ich bin eigentlich gar nicht so der Herbsttyp… Ich mag es nicht, dass die Tage immer kürzer und kälter werden, dass man sich wieder dick einkleiden muss um nicht zu frieren, dass man am Abend nicht mehr einfach draussen sitzen und die Sterne beobachten kann, dass das Leben wieder hauptsächlich drinnen stattfindet und am meisten fehlt mir die Sonne, die mir immer so viel Energie schenkt. Doch einige gute Seiten hat der Herbst auf jeden Fall – zum Beispiel das ganze tolle Herbstgemüse und die bunten Herbstfrüchte, die wieder zurück sind! Es ist wieder Zeit für Kürbis, Grünkohl, Äpfel, Rote Beete, Trauben, Lauch, Feigen, Topinambur, Birnen, usw. So bunt wie der Herbst ist, noch bunter sind die Farben auf dem Wochenmarkt. Und genau da habe ich mich für das heutige Gericht inspirieren lassen. 

Am ersten Stand wanderte sogleich ein grosser Strauss Grünkohl in meinen Korb. Am zweiten Stand ergatterte ich eine Handvoll herrlich duftender Feigen und am dritten und vierten Stand gönnte ich mir einen Blumenkohl, frisch geerntete Zwiebeln und eine Tüte gefüllt mit Bramata Polenta direkt aus dem schönen Tessin. Glücklich über meine tolle Ausbeute machte ich mich auf den Rückweg, auf welchem sich in meinem Kopf die Zutaten wie von selbst zu einer farbenfrohen Hommage an den Herbst formten. Noch glücklicher kam ich also zuhause an und bevor ich überhaupt alle Zutaten ausgepackt hatte, begann ich mit dem Kochen. Die Polenta mahlte ich gemeinsam mit etwas Hirse zu feinem Mehl um daraus einen saftigen Teig für den Boden meiner Herbsttarte zu formen. Den Blumenkohl verwandelte ich mit der Zugabe von Cashewnüssen, Salz und Pfeffer zu einer schneeweissen Sauce, die der Tarte die nötige Cremigkeit und einen zarten Geschmack verliehen. Die Zwiebeln und den Grünkohl schnitt ich in Streifen, bevor ich sie zum Belegen der Tarte verwendete. Der Grünkohl verlieh der Tarte eine kräftige Würze und die gebackenen Zwiebelstreifen sorgten für eine leichte Süsse. Auf der fertig gebackenen Tarte platzierte ich schliesslich die frischen Feigen, die einerseits – in Kombination mit dem Grünkohl und der weissen Blumenkohlcrème – für ein prächtiges Farbenspiel sorgten und andererseits dem Gericht eine erfrischend fruchtige Note bescherten.

Rezept für vier Personen als Hauptspeise

Für den Boden
100 g grobe Polenta
120 g Hirse
1 TL Backpulver
1 EL Leinsamenmehl
500 ml Wasser
¼ TL Salz
Pfeffer

Für die weisse Crème
250 g Blumenkohl
50 g Cashewnüsse
100 ml Wasser
Salz und Pfeffer

Für den Belag
150 g Grünkohl
1 Zwiebel
1 EL Ahornsirup
Salz

Ausserdem:
Olivenöl
3 frische Feigen

Für den Boden die grobe Polenta in einem leistungsstarken Mixer zu feinem Mehl mahlen. Das Polentamehl in eine Schüssel füllen und mit der Hirse gleich fortfahren. Nun das Backpulver, Leinsamenmehl, Salz und Pfeffer zugeben. Jetzt 300 ml Wasser unterrühren und die flüssige Mischung 20 Minuten stehen lassen.

Inzwischen den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen teilen. Die Blumenkohlröschen in einer Pfanne mit Dampfaufsatz weich dämpfen (dauert ca. 25 Minuten).

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Den Boden eines flachen Kuchenblechs (34 cm Ø), mit Backpapier auslegen und den Rand mit Olivenöl bepinseln.

Nun die restlichen 200 ml Wasser zur Teigmischung geben und nochmals umrühren. Den flüssigen Teig in das vorbereitete Kuchenblech giessen und im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 20 Minuten backen.

Den weichen Blumenkohl leicht abkühlen lassen und gemeinsam mit den Cashewnüssen und dem Wasser zu einer samtigen Crème pürieren. Die Crème mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Grünkohl waschen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Den Tarteboden aus dem Ofen nehmen und mit einem Drittel der Crème bestreichen. Den Grünkohl sowie die Zwiebeln auf der Tarte verteilen und das Ganze mit dem Ahornsirup und etwas Salz besprenkeln. Die Tarte wieder in den Ofen schieben und für weitere 20 – 25 Minuten backen.

Die Feigen waschen, halbieren und in Spalten schneiden. Die Feigenspalten auf der fertig gebackenen Herbsttarte verteilen.
Die Tarte in Stücke schneiden, auf vier Tellern anrichten und mit der übrigen Crème geniessen.


Der Herbst hat definitiv auch seine guten Seiten! Was übrigens meine ganze Familie einstimmig bestätigen konnte. :)


Ich wünsche Euch einen wunderschönen Herbsttag mit ganz viel Genuss!

Alles Liebe Ida

2 Kommentare:

  1. Eine sehr leckere Idee!Da bekomme ich doch direkt wieder etwas Hunger;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Vielen Dank! Das Problem mit dem Hunger kenne ich auch... geht immer wieder viel zu schnell! ;)

      Ganz liebe Grüsse Ida

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